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DAYTRADER AUS LEIDENSCHAFT

BY DENNIS SMITH

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OPTIONSSCHEIN WAS IST DAS (ERKLÄRUNG)?

optionsschein

 OPTIONSSCHEIN ERKLÄRT

Optionsschein sind Wertpapiere, mit denen Anleger gehebelt von der Kursbewegung eines Basiswertes profitieren können. Sie sind verbriefte Optionen und werden auch als „Plain Vanilla Warrants“ bezeichnet. Mit sogenannten Kaufoptionsschein (Call) setzen Anleger dabei auf steigende und mit sogenannten Verkaufsoptionsschein (Put) auf fallende Kurse im Basiswert. Der Basiswert kann dabei beispielsweise eine Aktie, ein Index, eine Währung, ein Rohstoff oder auch eine Anleihe sein. Die Hebelwirkung entsteht im Wesentlichen durch den im Vergleich zu einem Direktinvestment deutlich geringeren Kapitaleinsatz, mit dem auf die Kursbewegungen des Basiswertes spekuliert wird. Ein Beispiel für die Hebelwirkung von OS wird bei der Erklärung von Put und Call gezeigt.

Der Hebel wirkt aber auch in die umgekehrte Richtung, sodass sich diese Papiere in der Regel nur für risikobereite Anleger eignen. Optionsscheine zählen zu den Finanztermingeschäften, über deren Risiken Anleger durch die Finanztermingeschäftsfähigkeit aufgeklärt werden. Die Stärke der Hebelwirkung und damit auch das Risiko von Optionsscheinen variiert. Da Optionsscheine am Derivate-Markt die größte Gruppe unter den verbrieften Derivaten darstellen, existieren ausreichend Papiere mit einem geeigneten Chance-Risiko-Profil.

Damit Anleger mit dem Optionsschein erfolgreich sein können, sollten sie mit der Funktionsweise der Papiere, insbesondere dem Verständnis der wichtigsten Einflussfaktoren auf den Preis eines Optionsscheins, vertraut sein. Dazu zählen neben der Entwicklung des Basiswertes die Restlaufzeit, der Basispreis, die Schwankungsintensität des Basiswertes (Volatilität), aber auch Dividenden und Zinsen. Hilfreich bei der Auswahl und der Analyse eines Optionsscheins sind außerdem dynamische und statische Kennzahlen.

Ein Optionsschein eignen sich aber nicht nur zur Spekulation für risikobereite Anleger. So können Put-Optionsscheine auch defensiv eingesetzt werden, etwa zur Absicherung eines Aktiendepots.




Auf steigende Kurse setzen – Der Kaufoptionsschein (Call)

Mit einem Call erwirbt ein Anleger das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Basiswert (z.B. eine Aktie) zu einem vorher festgelegten Preis (Basispreis) während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp) oder bei Fälligkeit (europäischer Optionstyp) vom Verkäufer des Optionsscheins (der Emissionsbank) zu beziehen. Für dieses Recht zahlt der Call-Inhaber an den Verkäufer zum Kaufzeitpunkt eine Optionsprämie, nämlich den Call-Preis. Ein Call-Optionsschein verbrieft somit ein Kaufrecht auf einen Basiswert.

Ein Beispiel verdeutlicht dies: Ein Anleger erwirbt von einer Bank (Emittent) einen Kaufoptionsschein auf eine Aktie der Muster AG mit einem Basispreis von 100 Euro. Die Laufzeit beträgt ein Jahr und der Optionstyp ist amerikanisch. Für den Anleger heißt das, dass er das Recht hat, von dem Emittenten die Lieferung einer Aktie der Muster AG zu einem Preis von 100 Euro zu verlangen.

Wann lohnt es sich, dieses Recht in Anspruch zu nehmen? Die Inanspruchnahme dieses Rechts macht nur dann einen Sinn, wenn die Aktie über den Optionsschein günstiger bezogen werden kann als über die Börse, also wenn die Aktie über 100 Euro notiert. Sollte der Aktienwert dagegen unter 100 Euro fallen, könnte der Anleger die Aktie an der Börse günstiger erwerben, als über sein Optionsrecht gegenüber dem Emittenten. In diesem Fall lässt der Anleger sein Optionsrecht verfallen und kauft die Aktie direkt an der Börse.

Ob mit einem Call-Engagement auch ein Gewinn erzielt wird, hängt dann von der gezahlten Optionsprämie ab. Angenommen, der Preis des 100er-Calls auf die Muster AG beträgt 10 Euro: Dann zahlt der Anleger 10 Euro an den Emittenten und erwirbt dadurch das Recht, eine Aktie der Muster AG zu einem Preis von 100 Euro innerhalb des nächsten Jahres zu kaufen. Nun sieht die Rechnung des Anlegers etwas anders aus. Denn am Fälligkeitstag der Option kommt er erst dann in die Gewinnzone, wenn der Kurs der Muster AG über 110 Euro steigt.

optionsscheine

Grafik: Auszahlungsprofil Call auf die Aktie der Muster AG

Wie die Grafik zeigt, partizipiert der Anleger mit einem Call-Optionsschein unbegrenzt an steigenden Kursen der Aktie der Muster AG. Fallen die Kurse dagegen, ist der Verlust auf die gezahlte Optionsscheinprämie begrenzt. Notiert in diesem Beispiel die Aktie der Muster AG unter 100 Euro, entsteht allerdings ein Totalverlust.


Der Wert des Kaufoptionsscheins hängt also maßgeblich von der Kursentwicklung der Aktie der Muster AG ab. Da der Besitzer des Optionsscheins aber im Vergleich zum Direktinvestment in eine Aktie der Muster AG deutlich weniger investiert hat, entsteht eine Hebelwirkung im Optionsschein.

Beispiel: Steigt die Aktie der Muster AG bis zum Laufzeitende um 20 Euro auf 120 Euro, gewinnt die Aktie 20,00%. Der Call-Optionsschein mit einem Basispreis von 100 Euro steigt dagegen von 10 auf 20 Euro und legt damit um 100,00% zu. Der Call hat also einen Hebel von fünf. Umgekehrt verliert der Call am Laufzeitende bei fallenden Kursen um den Faktor 5.

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